Geschichte des Cheerleadings
& der Tornado Cheer

Die Geschichte des Cheerleadings ist auf das Engste mit dem American Football verbunden und reicht bis in das letzte Jahrhundert zurück. Der erste bekannte Cheer wurde im Jahre 1880 an der Princton-University intoniert und im Jahre 1884 an die University of Minnesota mitgebracht, die noch heute als Wiege des Cheerleadings gilt. In der Universitätszeitung von 1898 ist nachzulesen, was noch heute da Ziel des Cheerleadings ist: »die folgenden Herren (!!!!!) haben dafür zu sorgen, dass heute jeder das Stadion atemlos verlässt.« Cheerleading war geboren.

Heute ist man verwundert, aber Cheerleading war zu Beginn eine reine Männerdomäne. Erst gegen 1920 wurden, wiederum in Minnesota, die ersten weiblichen Cheerleader eingesetzt. Mit den ersten weiblichen Anfeuerungen kamen auch die ersten sogenannten »Puschel« auf, die Pompons der Cheerleader, die zu einem Symbol des Cheerleadings geworden sind.

Es kommt sicherlich nicht von ungefähr, dass Cheerleading seinen Stellenwert im Football seit jener Zeit erhöht hat und sich mehr oder minder zu einer eigenen Sportart entwickelt hat, die mit dem gleichen Enthusiasmus wie der Football selbst betrieben wird. Großen Anteil daran hatten die High Schools und Colleges, die mit unermüdlichem Einsatz Cheerleading-Squads ausbildeten, um ihre Footballteams anzufeuern.

1940 wurde die erste nationale Cheerleader Organisation gegründet und bereits in den 50er Jahren war an den Universitäten der USA ein so großer Andrang auf die Cheerleadergruppen zu verzeichnen, dass Ausscheidungs-Wettbewerbe veranstaltet werden mussten. Noch heute ist es in den USA eine große Ehre, in das Universitätsteam aufgenommen zu werden.

Die Entwicklung des Cheerleading in Deutschland

Als American Football mitte der 70er Jahre und ab den 80ern auch Baseball und Rugby in Deutschland Einzug erhielten, konnte auch bei uns das Cheerleading schnell Fuß fassen. 1980 hoben die Düsseldorf Panther die erste deutsche Cheerleadergruppe aus der Taufe: die »Düsseldorfer Pantherettes«.

Von da an nahm das Cheerleading in den Großstädten einen rasanten Aufschwung. Amerikanische Cheerleadervereinigungen halfen beim Aufbau und Ausbildung der Gruppen. Mit der Gründung der »European-Cheerleader-Association« nahm auch das Know-How in Europa ständig zu. 1988 wurde dann der erste Versuch unternommen, deutsche Meisterschaften durchzuführen, aber erst seit 1990 hat der deutsche Footballverband das Cheerleading offiziell anerkannt. Seit 1992 werden jedes Jahr deutsche Meisterschaften durchgeführt.

History der Gießen Tornado Cheer

Die Wurzeln der Gießen Tornado Cheer reichen zurück bis in das Jahr 1991. Zu dieser Zeit startete nämlich das erste Cheerleadingteam bei den Footballern der Langgöns Lightnings. Anfangs waren es überwiegend Partnerinnen der Spieler, die den Fans einheizten. 1993 gründete man das erste Jugendteam im Cheerleading, bevor die geamte Abteilung Football und Cheerleading 1996 von Langgöns nach Leihgestern wechselte.

Das Jahr 2000 brachte einen weiteren Vereinswechsel mit sich. Die Cheerleader wechselten wegen besserer Rahmenbedingungen zum MTV 1846 Gießen und gründeten dort eine eigene Abteilung. Die Jugend-Footballer ließen nicht lange auf sich warten und folgten kurz darauf den Cheerleadern zum MTV, wo sie als Gießen Golden Dragons bekannt sind.

Mittlerweile sind beim MTV Gießen mehr als 60 Cheerleader aktiv: die Peewees im Alter von 6 bis 12 Jahren, die Juniors zwischen 13 und 15 Jahren und die Seniors ab 16 Jahren. Bei den letzten Hessenmeisterschaften im November 2001 erreichten die Seniors der Gießen Tornado Cheer einen hervorragenden zweiten Platz.

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